Was ist ein Implantat?

Implantate sind Zähne, die künstlich hergestellt und im Kiefer fest verankert werden. Dadurch erhalten sie einen festen Halt und ihre Lebensdauer ist deutlich höher, als die von Zahnersatz. Zudem drückt ein Implantat weiterhin auf den Kiefer, das zur Folge hat, das der Knochen auch zukünftig stimuliert wird und dementsprechend nicht schrumpft, wie das oftmals bei Zahnersatz der Fall ist. Die Beißkraft ist wesentlich höher, als mit dem Zahnersatz und beim Sprechen sind keine Unterschiede bemerkbar in der Aussprache.

Vorteile gegenüber Zahnersatz

Die Vorteile von Implantaten liegen auf der Hand.

  • Keine Beschädigung der echten Zähne
    Es werden angrenzende, echte Zähne bei der Implantatsetzung nicht beschädigt, wenn man bedenkt, dass diese für zahlreiche Zahnerzsätze abgeschliffen werden müssen oder Haken an ihnen befestigt werden.
  • optisch passend
    Außerdem fühlt sich das Implantat nicht nur echt an, es passt sich auch ästhetisch der Optik eines echten Zahnes an.
  • Kostengünstig
    Das Implantat ist auf Dauer kostengünstiger. Auch wenn die Anschaffung erst mal eine finanzielle Belastung darstellt und die gesetzlichen Krankenkassen ihren festen Kostenbeitrag zwar leistet, aber oftmals aus eigener Tasche hinzu gezahlt werden muss, so erhält der Patient ein Implantat, das anderen kostengünstigeren Varianten um viele Jahre in der Haltbarkeit überlegen ist.

Wie wird ein Implantat eingesetzt?

Um Implantate zu setzen, benötigt der Patient einen gesunden Kiefer, wo das Implantat seinen Halt bekommen kann. Sogenannte Schrauben, die zylinderförmig aus Titan einer Schraube ähneln, können operativ ohne großen Aufwand in den gesunden Kieferknochen eingedreht werden.

Betäubung

Das Implantat wird unter örtlicher Betäubung eingesetzt. Die Behandlung dauert je nach Behandlungsumfang und Bildung des Kiefers zwischen 20 Minuten und zwei Stunden. Durch die örtliche Betäubung, die in das Zahnfleisch gesetzt wird, sind die Patienten fast schmerzfrei während der gesamten Behandlung.

Einsatz

Es wird ein Schnitt entlang der Mundschleimhaut auf dem Kieferknochen gezogen, um diesen freizulegen. Beginnend mit einem kleinen Bohrer, der sich immer weiter verdickt, wird ein Loch in den Kieferknochen gefräst, der exakt den Maßen der Titan-Schraube entspricht. Da diese Schraube mit einem Gewinde versehen ist, wird diese dann in die Vertiefung gedreht, was vergleichbar mit einer Schraube ist, die in Holz geschraubt wird. Die Schraube dreht sich dabei vorsichtig in die Kieferwände ein, welches der Schraube einen festen Halt garantiert.

Der Hohlraum der zylinderförmigen Kieferschraube wird nun mit einer weiteren Schraube verschlossen. Damit wird verhindert, dass Gewebe einwächst oder Bakterien und Keime sich dort ausbreiten können. Schließlich wird das Zahnfleisch oberhalb der Verschraubung wieder zugenäht und die Schraube kann natürlich mit dem Kieferknochen verwachsen.

Wie heilt ein Implantat aus?

In der Regel dauert die Wundheilung eine längere Zeit. Ist sie abgeschlossen, kann die innen liegende Schraube wieder entnommen werden, damit Platz für den künstlichen Zahn geschaffen wird. Dieser verfügt am unteren Ende ebenfalls über ein Gewinde, das nun in die Kieferverschraubung eingedreht werden kann. Auf diese Art und Weise erhält der Patient künstliche Zähne, die wie die echten Zähne im Kiefer gehalten werden.

Wie bereits erwähnt, müssen das Zahnfleisch und der Kiefer frei von Entzündungen und Erkrankungen sein. Diese könnten nicht nur den Heilungsprozess verzögern, sondern auch den Halt des Implantates reduzieren, da dieses nicht vollständig in den Knochen einwachsen kann. Komplikationen hat der Patient nicht zu erwarten.